© Sundheimer Hexen 1955 e.V.
Wie alles begann
Im November 1954 trafen sich an einem kalten Winterabend die Herren Bitzer, Schanz, Lutz, Vollmer, Sax, Kress, Walter,
Ross, Geiler, Speiser und Kohler und beschlossen, eine Fastnachtsgruppe zu gründen. Die Gruppe sollte den Namen
”Sundheimer Feuerhexen” erhalten. Der Grund hierfür war darin zu suchen, dass alle genannten Mitglieder Angehörige
der Freiwilligen Feuerwehr Kehl waren.
1955 schaffte es die Gruppe noch nicht in einer einheitlichen Tracht aufzutreten. Erst 1956 hatte man das einheitliche Outfit
mit den damals spärlichen Geldmitteln zusammengetragen. Aus diesem Jahr stammt auch das erste Bilddokument der Gruppe.
An dem Häs hat sich seit dieser Zeit nicht viel geändert.
Die Hauptaktivitäten der Sundheimer Feuerhexen bestanden in den Jahren von 1960-1970 in der Teilnahme von
Fastnachtsumzügen in der näheren Umgebung, sowie der Mitwirkung bei dem zu dieser Zeit berühmten Feuerwehrball der
Freiwilligen Feuerwehr Kehl.
Als die Gründer- und damalige Führungsmannschaft älter wurde entschlossen sie sich, auch anderen Menschen Hilfe und
Freude zu bereiten. So entstand der heute noch allseits beliebte Hexenfraß- Erbsensuppe mit Wurst-.
Zu Zeiten, als noch das französische Militär in Kehl stationiert war, konnte man dieses Gericht in der Kasernenküche
zubereiten. Doch mit dem Abzug der Franzosen musste man sich eine neue Wirkungsstätte suchen . Diese fand man
glücklicherweise in der Küche des Kreiskrankenhauses Kehl.
Alles unterliegt dem Wandel der Zeit, so auch die Verkaufsstandorte der Hexensuppe. Die erste Suppe wurde bei bitterer
Kälte auf dem Marktplatz verkauft. Nachdem fast alle Hexen bei dieser Aktion ,, erfroren” waren, besann man sich eines
Besseren und wechselte 1979 in die Markthalle in der Rheinstraße
Nachdem es in der Markthalle zwar warm aber immer enger wurde, zog die Erbsensuppengemeinde in die Niedereichhalle
in Sundheim, wo bis heute alle glücklich und zufrieden ihrem Mahl frönen.
Bis 1984 spendeten die Sundheimer Hexen 33.333,33 DM an die Aktion Sorgenkind, die Lebenshilfe Kehl, sowie der Kinderhilfe
Kork. Aber nicht nur Menschen wurden mit unserer Hilfe bedacht, sondern auch dem Wahrzeichen von Sundheim - dem Storch -
wurde kräftig unter die Flügel gegriffen, um seine Behausung renovieren zu können.
Da inzwischen der zuvor genannte Bezug zur Freiwilligen Feuerwehr Kehl nicht mehr bestand, wurde der Vereinsname in
,, Sundheimer Hexen” geändert. Gleichzeitig wurden wir ein eingetragener Verein und Mitglied im Bund Deutscher Karneval e.V.
1989 bekamen die Sundheimer Hexen angeboten, neben der Metzgerei Hess am ,,Kehler Messdi” teilzunehmen. Um einen
Blickfang am Eingang des Festes zu gestalten, wurde in 200 Arbeitsstunden ein Fachwerkhaus geschaffen.
Nach langen Jahren der Abstinenz wurde in den 80er Jahren wieder die Sundheimer Fastnacht zu neuem Leben erweckt.
Mit einigen anderen Sundheimer Vereinen gründete man die Vereinsgemeinschaft, die fortan in der Niedereichhalle an einem
Samstag in der Fastnachtsaison ihr Bestes bot.
Inzwischen können den Narrenfreunden unserer Stadt schon zwei Termine geboten werden, da wir einen eigenen Hexenball
ins Leben riefen. Der Höhepunkt dieser Wiederbelebung der Sundheimer Fastnacht war, der Umzug, der 1999 zum
44-Jährigen Jubiläum der Hexen stattfand